Grün nennen darf sich bislang noch so ziemlich jedes Finanzprodukt - für nachhaltige Beraterinnen und Berater ein Problem. / Foto: Pixabay

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ökofinanz-21 wird volljährig

ökofinanz-21, das Netzwerk für nachhaltige Vermögensberaterinnen und -berater, feiert seinen 18. Geburtstag. Als eine der größten Herausforderungen für nachhaltige Finanzberatung sieht der in München ansässige gemeinnützige Verein derzeit die unklaren Leitplanken für nachhaltige Investments und damit die Gefahr von Greenwashing an.

2003 gründete eine Handvoll freier Berater den ökofinanz-21 e.V., um sich regelmäßig zu den Themen Ethik und Nachhaltigkeit auszutauschen. Heute hat das Netzwerk 61 aktive Mitglieder und wird von 14 Fördermitgliedern unterstützt, darunter die EthikBank, Swisscanto Asset Management International und Raiffeisen Capital Management.

„Die existenziellen Herausforderungen im 21. Jahrhundert haben die Welt des Geldes erreicht“, fasst Marcus Brenken, der Vorstandsvorsitzende von ökofinanz-21, die aktuelle Situation der nachhaltigen Finanzberatung zusammen. „Das Pariser Klimaabkommen und die UN-Entwicklungsziele (SDGs) sind Zeichen dafür, dass es kein Luxusthema ist, wenn wir uns mit umfassender Nachhaltigkeit befassen und Lösungen bauen. Hier sehen wir uns bei ökofinanz-21 als Vermittler im doppelten Sinn. Die Initiative der Europäischen Union für einen „Action Plan for Sustainable Finance“ bringt einen gewaltigen Schub. Wir schalten uns in die Debatte um die Umsetzung ein – und werden immer öfter gehört.“

Auf seiner letzten Tagung im Juni 2021 beleuchtete ökofinanz-21 unter dem Titel „Nachhaltigkeit im Mainstream – von Impact bis Greenwashing“ die Wirksamkeit nachhaltiger Investments. Das Fazit von Marcus Brenken: „Bisher greifen die Komponenten der EU-Regulatorik mit Offenlegungsverordnung, der kommenden Taxonomie und Änderungen der Finanzmarktrichtlinie nicht ineinander. Die Regulatorik ist zwar ein Treiber des Themas, aber Begrifflichkeiten der nachhaltigen Geldanlage können weiterhin besetzt und benutzt werden, um eher werbe- als zukunftswirksam zu sein.“

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