Die Zuschlagswerte für Solarprojekte des sogenannten zweiten Segments haben sich spürbar erhöht. / Foto: Pixabay

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Ausschreibung für Solaranlagen: Zuschlagswert deutlich gestiegen

Die zweite deutsche Ausschreibungsrunde für Solaranlagen auf Gebäuden oder Lärmschutzwänden war wie die erste deutlich überzeichnet. Von 209 Geboten haben 136 einen Zuschlag erhalten. Trotz des Wettbewerbsdrucks erhöhte sich der durchschnittliche Zuschlagswert deutlich.

Die Ausschreibung für Solaranlagen des sogenannten zweiten Segments ist für Anlagen auf Gebäuden oder Lärmschutzwänden mit einer installierten Leistung von mehr als 300 Kilowatt vorgesehen. Für die Ausschreibungsrunde zum Gebotstermin 1. Dezember 2021 hat die Bundesnetzagentur nun die Ergebnisse veröffentlicht. Bei einer ausgeschriebenen Menge von 150 Megawatt (MW) wurden 209 Gebote mit einem Volumen von 233 MW eingereicht. 136 Gebote mit einem Volumen von 154 MW konnten bezuschlagt werden.

Viele Zuschläge für Projekte in Sachsen-Anhalt und Brandenburg

Regional betrachtet verteilen sich die Zuschläge nach Angaben der Bundesnetzagentur mehrheitlich auf Gebote in Sachsen-Anhalt (34 MW verteilt auf 25 Zuschläge), Brandenburg (22 MW verteilt auf 32 Zuschläge) und Niedersachsen (25 MW verteilt auf 16 Zuschläge).

Mindestens 17 Zuschläge gingen an Kommanditgesellschaften, deren Komplementärin die Münchner Solarkraftwerk und Verwaltungs GmbH ist. Deren bezuschlagte Projekte sind aber nicht in Bayern lokalisiert, sondern in Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Brandenburg. Unter den zahlreichen Teilnehmern der Ausschreibung befindet sich auch die Greencells Regio GmbH, die für ein Projekt in Sachsen den Zuschlag erhielt.

Höherer durchschnittlicher Zuschlagswert

Die Gebotswerte der bezuschlagten Gebote reichen von 5,70 Cent/kWh bis 8,28 Cent/kWh (Vorrunde: 5,35 Cent/kWh bis 7,89 Cent/kWh). Der mengengewichtete durchschnittliche Zuschlagswert liegt bei 7,43 Cent/kWh und ist damit deutlich zur Vorrunde (6,88 Cent/kWh) gestiegen.

Ausschreibungsverfahren zu kompliziert?

Es mussten 38 Gebote aufgrund von Formfehlern vom Verfahren ausgeschlossen werden. Ab der nächsten Ausschreibungsrunde für Solaranlagen des zweiten Segments werden nach Angaben der Bundesnetzagentur neue gesetzliche Regelungen zur Anwendung kommen, die das Verfahren für die Bieter deutlich vereinfachen und das Risiko von Projektverzögerungen reduzieren sollen.

Die nächste Ausschreibungsrunde für Solaranlagen des zweiten Segments findet am 1. April 2022 statt.

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