Wasserstoffauto vor einem Windpark von Enertrag. Das Unternehmen setzt schon seit Jahren auf unterschiedliche grüne Energien. / Foto: Enertrag

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Wasserstoff-Pläne: Enertrag will Ölraffinerie in Schwedt umbauen

Die brandenburgische Erdölraffinerie PCK Schwedt steckt nach dem Ölembargo gegen den Hauptlieferanten Russland in Schwierigkeiten. Der Erneuerbare-Energien-Pionier Enertrag aus Dauerthal würde dort gerne grünen Wasserstoff produzieren.

Ein Enertrag-Sprecher erklärte gegenüber dem „Handelsblatt“: „Wir haben als in Brandenburg verwurzeltes Unternehmen für Erneuerbare Energien gegenüber Bund und Land unsere Bereitschaft bekundet, als Investor zur Sicherung des Standorts und der damit verbundenen Arbeitsplätze beizutragen.“ Derzeit prüfe man mit den zuständigen Behörden, „ob in Schwedt eine „grüne“ Raffinerie etabliert werden kann“.

Interesse an einer Nutzung der Ölaffinerie hat auch der Leipziger Biokraftstoff-Produzent Verbio, der auf dem gleichen Gelände bereits eine Bioraffinerie betreibt. Die Ölraffinerie gehört mehrheitlich dem russischen Rosneft-Konzern, der im Rahmen der Kriegssanktionen enteignet werden könnte.

Enertrag hat bereits vor mehr als zehn Jahren mit dem Aufbau eines Geschäftsfeldes zur Erzeugung von grünem Wasserstoff begonnen. Beispielsweise ist das Unternehmen an einem großen Wasserstoff-Projekt in Namibia mittelbar beteiligt.

Über das Geschäftsjahr 2020/2021 von Enertrag hat ECOreporter hier berichtet.

Drei Anleihen der Enertrag SE sind im Freiverkehr an der Börse Düsseldorf notiert. Die Kurse der Anleihen stehen derzeit bei 101,0 Prozent (ISIN DE000A2GSMR2), 102,0 Prozent (DE000A2GSMS0) und 102,0 Prozent (DE000A1611C6; Stand: 23.6.2022, 8:59 Uhr).

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