Essity ist ein Weltmarktführer bei Klopapier und Küchenrollen - Produkten, die bislang noch unter hohem Energieeinsatz produziert werden müssen. / Foto: Essity

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Essity will Papier CO2-neutral herstellen

Der schwedische Hygienekonzern Essity hat eine Kooperation mit dem Heidenheimer Maschinenbauer Voith vereinbart. Das Ziel: ein neues Produktionsverfahren für Papier, das CO2-neutral ist, bis zu 40 Prozent weniger Energie verbraucht und mit 95 Prozent weniger Frischwasser auskommt.

Vor zwei Wochen hatte Essity bekannt gegeben, man habe am Standort Mainz erstmals Papier mit grünem Wasserstoff statt mit Erdgas hergestellt (ECOreporter berichtete hier). Zusammen mit Voith will der Konzern noch einen Schritt weitergehen und ein gänzlich neues, eigenen Angaben zufolge „revolutionäres“ Produktionsverfahren entwickeln. Zu den Details haben sich die Unternehmen bislang nicht geäußert. Erste Labortests sollen erfolgreich verlaufen sein, der Start einer Pilotphase ist für später im Jahr vorgesehen.

Essity gilt als einer der nachhaltigsten Hygienekonzerne. Das Unternehmen steht als eine von nur 25 Firmen weltweit auf der A-Liste der renommierten Umweltorganisation Carbon Disclosure Project (CDP) in der Kategorie Wälder. Das CDP bescheinigt Essity ein ambitioniertes und transparentes Eintreten für verantwortungsvolle Forstwirtschaft (ECOreporter berichtete hier).

Klopapier aus Stroh

Der Konzern investiert zudem kontinuierlich in Verbesserungen seiner Nachhaltigkeit. Tempo-Taschentücher beispielsweise haben seit Ende 2021 eine neue Zusammensetzung mit besserer CO2-Bilanz, und alle Toilettenpapiere der Marke Zewa enthalten mittlerweile mindestens 10 Prozent Zellstoff aus Stroh. Auch sonst liegt der Fokus bei Essity besonders auf einer umweltfreundlicheren Papierherstellung.

Essity ist Weltmarktführer bei Toilettenpapier und Küchenrollen, zu seinen bekanntesten Marken zählen Tempo, Zewa, Leukoplast und Tena. Der Konzern hatte 2022 einen Rekordumsatz erzielt. Wegen erheblich gestiegener Kosten, unter anderem für Energie, ging der Nettogewinn aber um 38 Prozent zurück (ECOreporter berichtete hier).

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