Die weltweite "Prominenz" des Erdölhandels hat sich in diesem ETF versammelt – und ist nur eines seiner Probleme. / Foto: Pixabay, CC0-Lizenz

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ETF-Test: iShares MSCI World ESG Screened

Mit fast 1.500 Aktien im Paket ist der iShares MSCI World ESG Screened ETF sehr breit aufgestellt. Aber ist er auch sehr nachhaltig? Darauf will er schließlich seinem Namen nach untersucht (Screened) worden sein. ECOreporter hat selbst geprüft und dabei Interessantes entdeckt.

Anbieter des ETFs ist iShares, eine Tochter des weltgrößten Vermögensverwalters BlackRock aus den USA. Dieser bemüht sich um ein nachhaltiges Image. Aber immer noch steckt ein bedeutender Anteil des von BlackRock verwalteten Geldes in Öl-, Gas- und Kohleinvestments.

Finanzen/Risiko

Der ETF startete im Oktober 2018 und hat sich finanziell gut entwickelt. Auf ein Jahr gesehen ist er 35 Prozent im Plus, der weltweite Aktienindex MSCI World hat in der gleichen Zeit 34 Prozent an Wert gewonnen. In den letzten drei Jahren konnte der ETF 74,5 Prozent zulegen (MSCI World: 72,1 Prozent).

Hier finden Sie den aktuellen Kurs des ETFs bei ECOreporter und Details zur Wertentwicklung.

Die Jahresgebühr (TER) ist mit 0,2 Prozent ETF-typisch günstig, die Wertschwankungen bewegen sich auf dem Niveau vergleichbarer ETFs. ECOreporter empfiehlt eine Haltedauer von mindestens fünf, besser sieben Jahren.

Nachhaltigkeitskonzept

Der ETF investiert in 1.473 Unternehmen aus Industrieländern weltweit. Als einziges Kriterium für die Nachhaltigkeit dient dabei eine Reihe von Ausschlusskriterien für nicht ESG-konforme Geschäfte. ESG steht für die (nicht verbindlich definierte) Leistung in den Bereichen Ökologie (E wie Environment), Soziales (S wie Social) und gute Unternehmensführung (G wie Governance). Zum Vergleich: Der ohne Nachhaltigkeitskriterien zusammengestellte reguläre MSCI World enthält rund 1.650 Positionen. Viel aussortiert wird für diesen ETF also nicht.

Der ETF bildet einen Index des US-Finanzdienstleisters MSCI nach. Die Überprüfung der Unternehmen und die definierten Ausschlusskriterien stammen ebenfalls von MSCI.

Ausschlusskriterien

Der ETF schließt Unternehmen vollständig aus, die Umsätze mit geächteten Waffen (beispielsweise Landminen oder Streumunition), Nuklearwaffen oder der Herstellung von Tabakprodukten sowie zivilen Schusswaffen machen. Für Umsätze aus der Förderung von Thermalkohle und Ölsanden sowie der Stromerzeugung mit Kohle gilt eine Umsatzschwelle von 5 Prozent.

Keinerlei Regulierung gilt damit etwa für konventionelle Ölförderung, Nuklearenergie, Rüstung, Alkohol, Gentechnik oder Glücksspiel.

Wie nachhaltig ist dieser ETF?

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