Das Aktienpaket dieses Eurozonen-ETFs soll mit den Pariser Klimazielen kompatibel sein. / Foto: Pixabay

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ETF-Test: Lyxor Net Zero 2050 S&P Eurozone Climate PAB

Investments in der Eurozone und in Unternehmen, deren Nachhaltigkeitsstrategie hilft, den Klimawandel zu begrenzen: Das ist die Ausrichtung des Lyxor Net Zero 2050 S&P Eurozone Climate PAB. Anteile sollen ausschließlich an großen und mittleren Unternehmen erworben werden, die "mit dem Klimaszenario der globalen Erwärmung von 1,5 Grad Celsius vereinbar sind". Wird das Aktienpaket des ETFs diesem Anspruch gerecht?

Die Formulierung „Net Zero 2050“ im Namen des ETFs bedeutet, dass alle Unternehmen in seinem Bestand das Ziel der Klimaneutralität bis 2050 anstreben sollen. Die Abkürzung „PAB“ steht für „Paris Aligned Benchmark“ und bezieht sich auf die Ziele der Pariser Klimakonferenz. Im Mittelpunkt der Paris-Ziele steht das Verhindern einer Erderwärmung um mehr als 1,5 Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter.

Anbieter des ETFs ist der französische Vermögensverwalter Lyxor. Dieser wurde Ende 2021 von seinem ebenfalls französischen Konkurrenten Amundi aufgekauft, einer Tochter der Großbank Crédit Agricole. Die Bank selbst investiert wenig Paris-konform in Öl, Gas und Kohle.

Finanzen/Risiko

Der ETF startete im Juli 2020. Da er damit noch keine drei Jahre am Markt ist, erhält er keine ECOreporter-Finanznote.

Hier finden Sie den aktuellen Kurs des ETFs bei ECOreporter und Details zur Wertentwicklung

Die Jahresgebühr von 0,2 Prozent ist auch für einen ETF günstig.

Nachhaltigkeitskonzept

Der ETF investiert in 148 mittlere und große Unternehmen der Eurozone. Deren Geschäftsausrichtung muss laut Lyxor kompatibel sein mit dem 1,5-Grad-Ziel.

Als Voraussetzung dafür formuliert Lyxor zwei Bedingungen: Erstens muss der Treibhausgas-Ausstoß eines Unternehmens 50 Prozent unter den durchschnittlichen Gesamt-Emissionen aller Konzerne im S&P Eurozone LargeMidCap Index liegen. Zweitens müssen die Unternehmen ihren Treibhausgas-Ausstoß jährlich nachweislich um mindestens 7 Prozent senken.

Der ETF bildet eine nach Klimaaspekten angepasste Version des S&P Eurozone LargeMidCap nach, ein Aktienindex des US-Finanzdienstleisters S&P-Global, der 247 der größten börsennotierten Unternehmen der Eurozone umfasst. Die Auswahl der Unternehmen stammt von S&P Global.

Lyxor überprüft durch eigene Berechnungen, ob die Klimaanstrengungen der Unternehmen im Aktienpaket des ETFs ausreichen, um das 1,5-Grad-Ziel zu erreichen. Eine ausführlichere Betrachtung dieser Rechnung hat ECOreporter im weiteren Verlauf des Tests vorgenommen.

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