Erdöl-Raffination ist eine der Lücken die dieser ETF für Unternehmen mit kritischen Geschäftsbereichen lässt. / Foto: Pixabay

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ETF-Test: Amundi Index MSCI USA SRI

Dieser ETF will nachhaltig und frei von Erdöl und Kohle investieren. Sein Name: Amundi Index MSCI USA SRI. ECOreporter hat sich die Aktien des ETF angeschaut. Lesen Sie im Folgenden, warum die Testredaktion erst die Stirnen runzelte und dann die Köpfe schüttelte.

Anbieter des ETFs ist der französische Vermögensverwalter Amundi, ein 2010 gegründetes Gemeinschaftsunternehmen der französischen Großbanken Crédit Agricole und Société Générale. Sowohl Amundi als auch die beiden Banken selbst investieren Kundengelder auch etwa in Öl, Kohle und Rüstung.

Finanzen/ Risiko

Der ETF startete im September 2018. Da er damit noch keine drei Jahre am Markt ist, erhält er keine ECOreporter-Finanznote.

Hier finden Sie den aktuellen Kurs des ETFs bei ECOreporter und Details zur Wertentwicklung

Die Jahresgebühr von 0,18 Prozent ist auch für einen ETF überdurchschnittlich günstig.

Nachhaltigkeitskonzept

Der ETF investiert in 133 US-Unternehmen und wendet dabei ein „Best-in-Class“-Verfahren in zwei Schritten an. Zunächst müssen alle Unternehmen bei einer ESG-Bewertung eine bestimmte Mindestnote aufweisen, um für den ETF in Frage zu kommen. ESG steht für die Kriterien Umwelt (E wie Environment), Soziales (S wie Social) und gute Unternehmensführung (G wie Governance). Unter den verbliebenen Unternehmen wird dann in jeder Branche das nachhaltigste Viertel ausgewählt.

Der ETF bildet so einen Aktienindex des US-Finanzdienstleisters MSCI ab. Bewertung und Auswahl der Unternehmen stammen ebenfalls von MSCI. Innerhalb der drei Kategorien „Führend“, „Durchschnitt“ und „Nachzügler“, in die MSCI Unternehmen einteilt, müssen Firmen mindestens die beste Note in der Kategorie „Durchschnitt“ erreichen, um für den ETF in Frage zu kommen.

Ausschlusskriterien

Der ETF schließt Unternehmen aus, die 5 Prozent oder mehr ihres Umsatzes mit Tabak erzielen, mit Alkohol, Pornografie, Glücksspiel, Gentechnik oder der Produktion von Waffen, militärisch wie zivil. Vollständig ausgeschlossen ist die Förderung von fossilen Brennstoffen.

Erlaubt ist hingegen mit bestimmten Umsatzschwellen die Stromerzeugung aus Atomkraft oder Kohle, wenn der Gesamtumsatz 5 Prozent nicht übersteigt. Bei Öl- und Gas liegt die Grenze sogar erst bei 30 Prozent.

Wie nachhaltig ist dieser ETF?

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