Fahrradaktien sind auf lange Sicht überwiegend gut gelaufen. Aber die Branche leidet derzeit unter Lieferengpässen. / Foto: Pixabay

  Aktientipps, Nachhaltige Aktien

Nachhaltige Fahrrad-Aktien: Bis 2.000 % Plus in fünf Jahren

Das Fahrrad ist das umweltfreundlichste Verkehrsmittel. Und die Fahrradbranche boomt. Können nachhaltige Anlegerinnen und Anleger davon profitieren? Wie wirken sich die globalen Lieferkettenprobleme auf die Unternehmen aus? ECOreporter hat sich sieben Fahrradaktien genauer angesehen. Drei davon sind derzeit interessant.

Der Fahrradindustrie geht es in der Corona-Krise so gut wie nie zuvor: Der Zweirad-Industrie-Verband (ZIV) meldete in Deutschland für 2020 über 5 Millionen verkaufte Fahrräder - fast 17 Prozent mehr als im Vorjahr. Kundinnen und Kunden mussten teilweise monatelang auf ihre bestellten Räder warten, denn einige Hersteller kamen kaum noch mit der Produktion hinterher. Im Freien radeln statt Gedränge in Bus und Bahn, Fahrradurlaub statt Flugreise: Corona hat auch hier die Welt verändert.

2021 setzt sich der Trend fort, allerdings können die meisten Fahrradhersteller ihre Produktion derzeit nicht weiter steigern. Lieferengpässe bei Rohstoffen wie Stahl, Kunststoff und Halbleitern sorgen dafür, dass die hohe Nachfrage noch weniger befriedigt werden kann als 2020. Viele Fahrradbauer haben bereits seit dem Frühsommer keine neuen Bestellungen für dieses Jahr mehr angenommen.

E-Bikes sind besonders lukrativ

Vor allem E-Bikes boomen. Nach Angaben des ZIV hatten 2020 knapp 40 Prozent aller in Deutschland verkauften Räder einen Akku – das waren fast 2 Millionen E-Bikes. Der Fahrrad-Branchenverband Conebi rechnet damit, dass sich der Markt in Europa bis 2025 noch einmal verdoppeln wird - sofern genug produziert werden kann. Für die Hersteller sind E-Bikes ein lukratives Geschäft, da sie um einiges teurer sind als herkömmliche Fahrräder.

Nachhaltige Anlegerinnen und Anleger haben nicht viele Möglichkeiten, in Fahrradaktien zu investieren. Denn die meisten Hersteller sind nicht börsennotiert. Manche, etwa der weltgrößte Fahrradbauer Giant aus Taiwan, haben zwar Aktien, die aber an keiner deutschen Börse handelbar sind. Und dann gibt es noch etliche bekannte Marken in der Fahrradbranche, die zu Unternehmen gehören, welche vor allem andere, nicht unbedingt nachhaltige Geschäftsfelder betreiben. Etwa Fox Factory aus den USA: ein renommierter Hersteller von Federsystemen, beispielsweise für Vorderrad- oder Hinterradgabeln. Aber seine Produkte sorgen auch in anderen Fahrzeugen für eine gute Straßenlage, beispielsweise in Geländewagen und Sportmotorrädern.

Doch einige wenige Fahrradaktien gibt es, die für nachhaltige Anlegerinnen und Anleger in Frage kommen. ECOreporter stellt sieben vor.

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