Gehören Erdöl und andere Klimakiller in nachhaltige Fonds? Bislang dürfen Fondsanbieter das noch selbst entscheiden. / Foto: Pixabay

  Fonds / ETF

Greenwashing-Verdacht: Ist jeder zweite neue Fonds wirklich nachhaltig?

Jeder zweite Fonds, der in Europa neu auf den Markt kommt, nennt sich nachhaltig. Das hat eine Untersuchung des Analysehauses Morningstar ergeben. Ob die Fonds-Landschaft deswegen deutlich grüner wird, darf jedoch bezweifelt werden.

Etwa 50 Prozent der in den letzten Monaten neu gestarteten europäischen Fonds werden laut Morningstar nach Artikel 8 oder Artikel 9 der EU-Offenlegungsverordnung (SFDR) als nachhaltig ausgewiesen. Allerdings sortieren die Anbieter ihre Produkte selbst in diese Schubladen ein, und bislang kontrolliert noch niemand, wie grün die Fonds tatsächlich sind. Darum sollen sich künftig die Wirtschaftsprüfer der Fondsanbieter kümmern, die mit dem Thema bislang kaum Erfahrung haben.

Im September hatte die niederländische Finanzaufsicht AMF darauf hingewiesen, dass viele Artikel 9-Fonds bei nachhaltig ausgerichteten Anlegerinnen und Anlegern falsche Erwartungen wecken können. Auch ECOreporter sieht bei seinen Tests von angeblich grünen Fonds und vor allem ETFs regelmäßig erhebliche Nachhaltigkeitsmängel.

Über die Bedeutung der EU-Offenlegungsverordnung für Anlegerinnen und Anleger und das Thema Greenwashing hat die Redaktion hier mit dem Fondsspezialisten Stefan Fritz von der GLS Bank gesprochen.

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