Fonds / ETF, ECOfondstest

Im Test: UmweltSpektrum Mix

Der UmweltSpektrum Mix ist der älteste von mittlerweile drei Fonds der UmweltBank. Er orientiert sich an dem strengen Nachhaltigkeitsansatz, der bei der grünen Nürnberger Bank für alle Geschäftsbereiche gilt. ECOreporter hat den Mischfonds eingehend geprüft.


Den vollständigen Fondstest finden Sie unten als PDF.

Der UmweltSpektrum Mix darf nur in Unternehmen investieren, die dazu beitragen, die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen zu erreichen (die sogenannten Sustainable Development Goals, kurz SDGs). Im Bestand finden sich unter anderem Aktien und Anleihen von Grünstromfirmen, veganen Lebensmittelherstellern und Eisenbahngesellschaften.

Der Fonds investiert auch in vergleichsweise kleine Unternehmen, die nur selten in Fonds auftauchen. Das liegt auch daran, dass die UmweltBank selbst Nachhaltigkeitsresearch für den Fonds durchführt und sich nicht auf die teils widersprüchlichen ESG-Noten von Ratingagenturen verlässt. Diese Agenturen bewerten kleine Unternehmen oft gar nicht.

Strenge Auswahlkriterien

Für den sehr transparenten Fonds gelten umfangreiche Ausschlusskriterien ohne Toleranzschwellen. Ein bisschen Kohle oder Rüstung? Das gibt es hier nicht. Fossile Energien sind komplett tabu, Waffen, Gentechnik und zahlreiche weitere Geschäftsfelder ebenfalls (siehe auch die Liste unter diesem Artikel). Dass die strengen Vorgaben bei der Auswahl der Aktien und Anleihen eingehalten werden, überprüft regelmäßig der unabhängige Umweltrat der Bank. Auch ECOreporter hat sich alle zum Testzeitpunkt 51 Unternehmen im Fonds genau angesehen: Keines verstößt gegen die Anlagekriterien.

Die Wertentwicklung des UmweltSpektrum Mix hat ECOreporter noch nicht bewertet. Die Redaktion vergibt erst eine Finanznote, wenn ein Fonds mindestens drei Jahre am Markt ist. Den UmweltSpektrum Mix gibt es seit Februar 2020. Bislang schlägt sich der Fonds achtbar: Von Dezember 2021 bis Dezember 2022 hat er in der allgemeinen Börsenschwäche weniger an Wert verloren als weltweite Vergleichsindizes.

Ein ECOreporter-Siegelfonds

Der UmweltSpektrum Mix erhält im ECOfondstest die Nachhaltigkeitsnote 1,5. Damit gehört er zu den nachhaltigsten bislang von ECOreporter geprüften Fonds. Weil er auch in Unternehmen investiert, die in anderen Fonds fehlen, eignet er sich gut als tiefgrüne Beimischung im nachhaltigen Portfolio. Wer einsteigt, sollte in der Lage sein, den Fonds mindestens sieben Jahre zu halten, besser länger.

Weil der UmweltSpektrum Mix in allen Nachhaltigkeitsbereichen überzeugen kann, trägt er das ECOreporter-Nachhaltigkeitssiegel (eine Liste aller Siegelträger finden Sie hier).

Den vollständigen Fondstest können Sie unten als kostenfreies PDF in zwei Varianten herunterladen – kompakt auf einer Seite und ausführlich auf sechs Seiten. Einfach anklicken.

ECOreporter testet regelmäßig nachhaltige Aktienfonds, Mischfonds, Mikrofinanzfonds und ETFs. Eine Übersicht über die ECOfondstests liefert Ihnen die Redaktion hier.

Details zum Benotungssystem von ECOreporter finden Sie hier.

Die Aktie der UmweltBank AG gehört zu den ECOreporter-Favoriten aus der Kategorie Grüne Spezialwerte. Ein Unternehmensporträt der UmweltBank können Sie hier lesen.

Das schließt der Fonds aus:

Ausschlusskriterien ohne Umsatzschwelle

  • Fossile Energien
  • Atomkraft
  • Waffen/Rüstung
  • Gentechnik
  • Giftstoffe
  • Tabak
  • Alkohol
  • Glücksspiel
  • Pornografie
  • Kinderarbeit
  • Menschenrechtsverletzungen
  • Arbeitsrechtsverletzungen
  • Kontroverses Umweltverhalten
  • Kontroverse Wirtschaftspraktiken (u.a. Bilanzfälschung, Korruption)

Die Ausschlusskriterien gelten auch für Händler und Finanziers.

Geringe Umsätze werden nur in bestimmten Kategorien bei den Themen Alkohol (Produktion und Vertrieb), Pornografie, Glücksspiel und Tabak (jeweils keine Produktion, nur Vertrieb und Dienstleistungen) toleriert, da sonst einige Emittenten wie z.B. Supermärkte, E-Tankstellen, Verpackungs- und Recyclingunternehmen nicht in den Fonds aufgenommen werden könnten.

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