Grüne Fonds können für das Klima mehr bewirken als gedacht. / Foto: Pixabay

  Fonds / ETF

Nachhaltige Wirkung von Fonds: Und es tut sich doch was

Wer nachhaltige Fonds kauft, hilft damit nicht dem Klima? Dieses Vorurteil widerlegt eine Studie der Universität Augsburg.

Natürlich stimmt es: Geld, das in Aktien-, Renten- oder Mischfonds angelegt wird, kommt meist nicht direkt den Unternehmen in den Fonds zugute. Denn den Kaufpreis erhalten nicht die Firmen, sondern die vorherigen Besitzerinnen und Besitzer der Fondsanteile.

Allerdings können grüne Fonds-Investments dennoch nachhaltige Wirkung erzeugen. Etwa weil die Fonds-Gesellschaften ihre Stimmrechte auf Jahreshauptversammlungen wahrnehmen, Unternehmen auf Nachhaltigkeitsprobleme hinweisen oder Wertpapiere von Firmen verkaufen, die der Umwelt schaden.

Finanzmarktforscher der Universität Augsburg haben jetzt laut einem Bericht der „Süddeutschen Zeitung“ herausgefunden, dass diese Verkäufe von nachhaltigkeitsschwachen Aktien oder Anleihen nicht nur deren Kurse sinken lassen, sondern auch zu einem Umdenken in den jeweiligen Unternehmen führen. Die Wissenschaftler untersuchten mehr als 4.000 Fonds aus Europa und den USA. Das überraschende Ergebnis: Unternehmen, deren Wertpapiere wegen einer schlechten Umweltbilanz von Fondsgesellschaften verkauft wurden, senkten ihren CO2-Ausstoß danach innerhalb von vier Jahren um durchschnittlich 2,3 Prozent. Bei anderen Umweltsündern stiegen die Emissionen hingegen meist weiter an.

Einen umfangreichen Überblick zu wirklich grünen Fonds bietet Ihnen das ECOreporter-Dossier Nachhaltige Fonds – hier finden Sie Tests, Analysen, Wertentwicklungen.

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