Oikocredit vergibt seit 1975 Kredite an Mikrofinanzinstitute und kleine Unternehmen im globalen Süden. / Foto: Advans

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Oikocredit finanziert Wasserprojekte in Afrika, zahlt wieder Dividende

Die Mikrofinanz-Genossenschaft Oikocredit und die gemeinnützige Organisation Aqua for All wollen zusammen innovative Projekte zur Wasser- und Sanitärversorgung in Entwicklungsländern umsetzen.

Konkret geht es um Wasser-, Sanitär- und Hygieneprojekte („WASH“) von Partnerorganisationen in Ost- und Westafrika sowie in Kambodscha. Die Zusammenarbeit der beiden niederländischen Organisationen hat zunächst eine Laufzeit von zwei Jahren. Aqua for All will dabei unter anderem technische Unterstützung in Höhe von bis zu 1,5 Millionen Euro zur Verfügung stellen. Oikocredit möchte bis zu 15 Millionen Euro in die Portfoliofinanzierungen bestehender und neuer Partnerorganisationen investieren.

3 Milliarden Menschen können sich nicht die Hände waschen

Nach Angaben der Weltbank verfügen etwa 2,2 Milliarden Menschen auf der Welt nicht über eine sichere Trinkwasserversorgung, 4,2 Milliarden Menschen nicht über eine sichere Abwasserentsorgung, und 3 Milliarden Menschen haben keine Möglichkeit, sich die Hände zu waschen. Finanzierungs- und Versorgungslücken, wachsende Bevölkerungszahlen, zunehmende Niederschlagsschwankungen und Verschmutzung machen Wasser vielerorts zu einem der größten Risiken für Armutsbekämpfung und nachhaltige Entwicklung.

„Die neue Partnerschaft mit Aqua for All ist für Oikocredit ein echter Gewinn“, sagt Oikocredit-Geschäftsführerin Mirjam ‘t Lam. „Die Herangehensweisen unserer beiden Organisationen ergänzen einander optimal. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit Aqua for All und den Partnerorganisationen vor Ort, um so Initiativen ins Leben zu rufen, die den Zugang zu sauberem Wasser und sanitären Einrichtungen für einkommensschwache Menschen und ihre Gemeinschaften verbessern.“

Nach einem schwierigen Geschäftsjahr 2020 hatte Oikocredit 2021 wieder schwarze Zahlen geschrieben (ECOreporter berichtete hier). Für 2021 schüttet die Organisation wie geplant eine Dividende von 0,5 Prozent an die Direktmitglieder der Genossenschaft aus.

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