Plug Power will in Duisburg bis 2025 jährlich 500 Tonnen Wasserstoff produzieren. / Foto: Unternehmen

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Plug Power eröffnet Europa-Zentrale in Duisburg

Der US-Wasserstoffexperte Plug Power hat im Duisburger Freihafen seine europäische Service- und Logistikzentrale eröffnet. Das Unternehmen will dort das Zentrum eines europäischen Wasserstoff-Ökosystems etablieren. Bis Ende 2025 sollen am Duisburger Standort jährlich 500 Tonnen grüner Wasserstoff produziert werden.

Die circa 6.500 Quadratmeter große Anlage wurde als Service- und Logistikzentrum für Plug Power-Kunden aus ganz Europa konzipiert. Derzeit bedient Plug Power Kunden in Frankreich, Belgien, England, Spanien und Polen. Das Gelände umfasst technische Labors, ein Zentrum für Überwachung, Diagnose und technischen Support, einen Generator für grünen Wasserstoff mit eigener Infrastruktur für Wasserstoffanlagen (Elektrolyseure), ein Logistikzentrum sowie Schulungsräume. Die Logistikflächen des Duisburger Hafens sollen zudem die Möglichkeit für zukünftige Erweiterungen bieten.

Plan für weltweite Wasserstoff-Infrastruktur

Plug Power ist seit mehr als zehn Jahren in Europa präsent und beschleunigt jetzt seine Investitionen auf dem Kontinent, um die grüne Wasserstoffwirtschaft als Schrittmacher voranzutreiben. Duisburg mit dem größten Binnenhafen der Welt und einer großen Anzahl an Logistik- und Transportkunden bietet dem Unternehmen direkte maritime Lieferkettenverbindungen nach Antwerpen in Belgien und Rotterdam in den Niederlanden.

„Plug Power beabsichtigt, eine wichtige Rolle bei der Entwicklung von grünem Wasserstoff in Europa zu spielen“, so Chris Suriano, Executive Vice President of Services bei Plug Power. „Bis Ende 2023 werden wir in Duisburg ein Team von 60 Mitarbeitern haben.“

Etwa 100 Gäste, darunter der nordrhein-westfälische Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart, erhielten bei der Eröffnung Gelegenheit, verschiedene Plug Power-Anwendungsfelder in Augenschein zu nehmen. Dazu gehörten neben mehreren Brennstoffzellen-Anwendungen die Elektrolyse-Technologie sowie Gabelstapler, die innerhalb von 90 Sekunden mit Wasserstoff betankt werden können. Zu sehen war auch ein HYVIA-Transporter mit Brennstoffzellenantrieb, der laut Plug Power eine Reichweite von über 400 Kilometern hat – das Ergebnis eines Joint Ventures mit Renault.

Die Plug Power-Aktie kostete am Freitagnachmittag im Tradegate-Handel 25,15 Euro und war damit zum Vortag 1,8 Prozent im Minus (Stand: 25.3.2022, 16:05 Uhr). Im Monatsvergleich hat die Aktie 31 Prozent an Wert gewonnen, auf Jahressicht ist sie 10 Prozent im Minus.

Plug Power plant in den USA und in Europa den Aufbau einer Wasserstoff-Infrastruktur und hat weltweit bereits mehr als 50.000 Brennstoffzellensysteme und über 165 Tankstellen installiert. Dennoch sollten Anlegerinnen und Anleger vorsichtig sein – aktuell ist eine grüne Wasserstoffindustrie noch Zukunftsmusik. Welche Stellung Plug Power auf diesem noch entstehenden Markt einnehmen wird, ist ebenfalls unklar.

Einen Überblick über die Wasserstoff-Branche bietet das ECOreporter-Dossier Von Plug Power bis Linde: Das sind die besten Wasserstoff-Aktien.

Plug Power Inc.:   ISIN US72919P2020 / WKN A1JA81

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