PNE hat bei der neuen Ausschreibung Zuschläge für 14 Windräder bekommen. / Foto: PNE

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Rekordvolumen bei Windenergie-Ausschreibung – PNE erhält Zuschläge

Bei der jüngsten deutschen Ausschreibung für Windenergieanlagen an Land wurden 166 Gebote mit einer Nennleistung von zusammen 1.494 Megawatt bezuschlagt. Beides sind neue Höchstwerte für die seit 2017 durchgeführten Ausschreibungen. Die Windkraftprojekte sind aber sehr ungleich über Deutschland verteilt.

Die Ausschreibung für Windenergie an Land zum Gebotstermin 1. September 2021 war das erste Mal seit der Dezemberrunde 2020 wieder überzeichnet. Bei einer ausgeschriebenen Menge von 1.492 Megawatt (MW) wurden nach Angaben der Bundesnetzagentur 210 Gebote mit einem Volumen von 1.824 MW eingereicht. Die Gebotswerte der bezuschlagten Gebote reichen von 5,20 bis 5,92 Cent/kWh. Der mengengewichtete, durchschnittliche Zuschlagswert liegt nach Angaben der Bundesnetzagentur bei 5,79 Cent/kWh und damit so niedrig wie seit Mai 2018 nicht mehr. Der zulässige Höchstwert in dieser Runde war 6,0 Cent/kWh.

Süddeutschland fällt noch weiter zurück

Regional betrachtet entfiel das größte Zuschlagsvolumen auf Gebote für Standorte in Schleswig-Holstein (401 MW, 43 Zuschläge), Nordrhein-Westfalen (315 MW, 51 Zuschläge) und Niedersachsen (265 MW, 19 Zuschläge). Auch Projekte in Brandenburg erhielten rund 20 Zuschläge.

Dagegen gab es für Standorte in Thüringen und im Saarland jeweils keinen Zuschlag und für Sachsen nur zwei für zusammen zwei Windräder. Auch bei den beiden großen Flächenländern Bayern und Baden-Württemberg bewegt sich weiterhin wenig. Obwohl die Grünen in Baden-Württemberg seit zehn Jahren den Ministerpräsidenten stellen, kommt die Windkraft dort kaum voran. So gab es bei der jüngsten Windenergie-Ausschreibung nur einen Zuschlag für einen Standort in Baden-Württemberg. Für Standorte in Bayern gab es drei Zuschläge. Davon entfallen allerdings zwei auf Altprojekte, die bereits 2014 die Genehmigung erhalten hatten. Nur ein in Bayern neu genehmigtes Windrad ist unter den Zuschlägen.

PNE Wind erhält Zuschläge für 14 Windkraftanlagen

Die PNE AG hat den Zuschlag für den Windpark Hohenroda-Mansbach im Landkreis Hersfeld-Rotenburg in Hessen erhalten. Laut Marktstammdatenregister sollen sich in dem Windpark fünf Nordex-Anlagen mit einer Nennleistung von jeweils 4,5 MW drehen.

Zudem hat PNE den Zuschlag für neun Windkraftanlagen des Windparkprojekts Groß Oesingen im Landkreis Gifhorn in Niedersachsen erhalten. Hier sollen laut Marktstammdatenregister neun Nordex-Anlagen mit jeweils 3,6 MW zum Einsatz kommen.

Zu den erfolgreichen Teilnehmern der September-Ausschreibung für Windenergie an Land gehören unter anderem auch die Denker & Wulf AG mit sechs Zuschlägen für zusammen 23 Windkraftanlagen und die juwi AG mit neun Zuschlägen für zusammen 18 Windkraftanlagen.

Die nächste Ausschreibungsrunde für Windenergie an Land findet am 1. Februar 2022 statt.

Lesen Sie auch: Die besten Windaktien – wo sich jetzt der Einstieg lohnt.

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