Aktien-Favoriten, Dividendenkönige

SEB AB: Schwedens größte Bank und Vorbild in Sachen Nachhaltigkeit

Die SEB ist eine ECOreporter-Favoriten-Aktie aus der Kategorie Dividendenkönige. Wie nachhaltig die Bank ist, erfahren Sie in unserem Porträt.

1856 gründete der  Zeitungsherausgeber André Wallenberg die erste schwedische Privatbank: die Stockholms Enskilda Banken. 1972 fusionierte sie mit der Skandinaviska Banken zur Skandinaviska Enskilda Banken (SEB).

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Noch heute hält die in Schweden einflussreiche Familie Wallenberg über ihre Holdinggesellschaft Investor AB über 20 Prozent aller SEB-Aktien. AB steht für ‘Aktiebolag‘, übersetzt: Aktiengesellschaft. Hauptsitz der Bank ist Stockholm. In Deutschland ist die SEB mit der Zweigniederlassung Skandinaviska Enskilda Banken AB Frankfurt und der Tochtergesellschaft DSK Hyp AG vertreten.

Die SEB bezeichnet sich selbst als führende nordische Finanzdienstleistungsgruppe. Sie ist eine Universalbank und in allen Ostseeanrainerstaaten vertreten. Hinzu kommt ein weltweites Netz an Niederlassungen für das Firmenkundengeschäft. Neben dem Bankgeschäft gibt es auch die Geschäftsfelder Versicherung und Vermögensverwaltung.

Insgesamt hat die Bank mehr als 4,4 Millionen Privat- und Geschäftskunden. Etwa 15.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bieten in Schweden und den baltischen Ländern Finanzberatung und eine breite Palette von Finanzdienstleistungen an.

Im Geschäftsjahr 2020 erzielte die SEB einen zum Vorjahr stabilen Umsatz von umgerechnet 4,9 Milliarden Euro. 74 Prozent davon wurden in Schweden erwirtschaftet. Weitere wichtige Märkte waren zuletzt die USA, Litauen, Deutschland und Estland.

Der Nettogewinn der Bank sank von 2019 auf 2020 um 24 Prozent auf umgerechnet 1,55 Milliarden Euro, vor allem weil deutlich höhere Rückstellungen für erwartete, coronabedingte Verluste aus dem Kreditgeschäft gebildet werden mussten.

Die SEB will weiter wachsen. Dafür hat der Vorstand einen Plan bis 2021 erstellt: Im Fokus stehen die voranschreitende Digitalisierung im Finanzdienstleistungssektor, künstliche Intelligenz und die vom Kunden gewünschte Flexibilität beim alltäglichen Zahlungsverkehr.

Die SEB hat (Stand 7.5.2021) eine Marktkapitalisierung von umgerechnet 23,5 Milliarden Euro.

Dividende:  Die SEB zahlt seit 2005 an ihre Aktionäre eine Dividende, die bis zur Corona-Pandemie regelmäßig gestiegen ist. Für das Geschäftsjahr 2019 hat die Bank auf eine Ausschüttung verzichtet, um in der Corona-Krise weiterhin ausreichend Kredite vergeben zu können. Für 2020 zahlt die SEB 4,10 Schwedische Kronen (0,41 Euro) je Aktie. Das entspricht - Stand 7.5.2021 - einer Dividendenrendite von 3,8 Prozent.

Nachhaltigkeit:  Die SEB weist laut der Nachhaltigkeits-Ratingagentur V.E ein ausgereiftes Nachhaltigkeitsmanagement auf und bietet eine solide Auswahl an grünen Finanzprodukten an. Seit 2011 ist die Bank für ihr Umweltmanagementsystem nach ISO 14001 zertifiziert. 2019 unterzeichnete die Bank die United Nations Principles for Responsible Banking (UNPRB). Weil sie Geldwäschekontrollen zu nachlässig gehandhabt haben soll, musste die SEB 2019 und 2020 in Lettland und Schweden hohe Geldbußen zahlen. Die Bank hat einen vergleichsweise ambitionierten Plan zum Ausstieg aus Finanzierung und Investments in fossile Energieunternehmen.

K.O.-Kriterien: Noch bis 2030 eingeschränkte Finanzierungen im Bereich Kohlekraft.

SEB AB: ISIN SE0000148884 / WKN 859768

Stand: 5/2021

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