Vor allem die russische Zugsparte belastet derzeit die Siemens-Ergebnisse. / Foto: Siemens

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Siemens: Rückzug aus Russland halbiert den Gewinn

Der Münchener Technologiekonzern Siemens verlässt den russischen Markt. Die damit verbundenen Kosten drückten in den letzten Monaten das Ergebnis.

Man werde sein Russlandgeschäft einstellen und sich „in einem geordneten Prozess“ aus dem Land zurückziehen, teilte Siemens am heutigen Donnerstag mit. Anfang März hatte der Konzern bereits sein Neugeschäft in Russland eingefroren.

Siemens erzielte zuletzt nur etwa 1 Prozent seiner Umsätze in Russland. Allerdings muss der Konzern jetzt hohe Abschreibungen auf seine dortigen Besitztümer vornehmen. Betroffen ist vor allem die Zugsparte. Für das erste Quartal des Kalenderjahres 2022 beziffert das Management die mit dem Russland-Exit verbundenen Kosten auf 0,6 Milliarden Euro. Weitere Belastungen im dreistelligen Millionenbereich seien für einen späteren Zeitpunkt zu erwarten.

In der Folge ging der Quartalsgewinn um fast 50 Prozent zum Vorjahr auf 1,2 Milliarden Euro zurück. 2021 war der Gewinn wegen Erlösen aus dem Verkauf des Getriebeherstellers Flender besonders hoch ausgefallen.

Positiv entwickelten sich im letzten Quartal Umsatz und Auftragseingang: Siemens setzte mit 17 Milliarden Euro 16 Prozent mehr um als im Vorjahresquartal, die Neubestellungen legten um fast ein Drittel auf 21 Milliarden Euro zu.

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