Solarpark Sülte von Wattner. Das Kölner Unternehmen hat Zuschläge für drei weitere Solarprojekte erhalten. / Foto: Wattner

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Solar-Ausschreibung mit über 1.000 MW – Zuschläge für Wattner und Green City

Die Bundesnetzagentur hat bei der März-Ausschreibung für Solarparks 201 Gebote mit einem Umfang von 1.084 Megawatt (MW) bezuschlagt. Fast die Hälfte des Volumens entfiel auf Standorte in Bayern. Zuschläge gingen unter anderem an Wattner und Green City.

Trotz der deutlichen Anhebung des Ausschreibungsvolumens auf 1.108 MW war die „Solarausschreibung für Freiflächenanlagen und für Solaranlagen, die auf, an oder in baulichen Anlagen errichtet werden, die weder Gebäude noch Lärmschutzwände sind (Solaranlagen des ersten Segments)“ zum Gebotstermin 1. März 2022 erneut überzeichnet, aber diesmal nur geringfügig. 209 Gebote mit einem Volumen von 1.116 MW wurden eingereicht.

Höchstwert fast erreicht

Der erlaubte Höchstwert bei der März-Ausschreibung lag bei 5,57 Cent je Kilowattstunde (kWh). Aufgrund der geringen Überzeichnung bekam auch ein Gebot mit 5,55 Cent/kWh noch einen Zuschlag. 4,05 Cent/kWh beträgt der niedrigste Gebots- und Zuschlagswert. Der durchschnittliche mengengewichtete Zuschlagswert liegt in dieser Runde bei 5,19 Cent/kWh und damit über dem Wert der Vorrunde (5,00 Cent/kWh).

Bayern dominiert mit seinen „geöffneten“ Acker- und Grünlandflächen

Regional betrachtet entfällt nach Angaben der Bundesnetzagentur das weitaus größte bezuschlagte Volumen auf Gebote mit Standorten in Bayern (488 MW, 106 Zuschläge), gefolgt von Standorten in Rheinland-Pfalz (223 MW, 19 Gebote), Mecklenburg-Vorpommern (67 MW, 10 Zuschläge) und dem Saarland (66 MW, 16 Zuschläge).

Die meisten Zuschläge für Acker- oder Grünlandflächen gingen an Gebote für Flächen in Bayern (366 MW, 66 Zuschläge). Laut aktueller Bayerischer Öffnungsverordnung können pro Kalenderjahr 200 Gebote für Acker- und Grünlandflächen bezuschlagt werden.

Wattner mit drei Zuschlägen

Drei Projektgesellschaften der Wattner-Gruppe erhielten jeweils einen Zuschlag. Ein Solarkraftwerk soll in der Gemeinde Syrgenstein im Landkreis Dillingen an der Donau in Bayern, eines in der Gemeinde Märkisch Linden im Landkreis Ostprignitz-Ruppin in Brandenburg und das dritte in der Gemeinde Königslutter am Elm im Landkreis Helmstedt in Niedersachsen errichtet werden.

Zuschlag für Green City

Einen Zuschlag erhielt die Green City Solarpark Volkertshausen GmbH & Co. KG. Der geplante Solarpark ist in der Gemeinde Volkertshausen im Landkreis Konstanz in Baden-Württemberg vorgesehen.

Persönlich haftende Gesellschafterin der Green City Solarpark Volkertshausen GmbH & Co. KG ist die Green City Projektentwicklungs GmbH. Diese ist laut Green City-Konzernabschluss 2019 eine vollständige Tochtergesellschaft der Green City AG. Die Green City AG befindet sich derzeit in einem vorläufigen Insolvenzverfahren (ECOreporter berichtete zuletzt hier). Mit Sanierungs- und Restrukturierungsmaßnahmen soll nach Angaben des Unternehmens (Stand: 8.4.2022) „der Weg für den Einstieg eines Investors geebnet werden“.

Die nächste Ausschreibungsrunde für Solaranlagen des ersten Segments findet am 1. Juni 2022 statt.

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