Solaranlage von SolarWorld in den USA. Das Unternehmen ist seit 2017 bankrott, das Insolvenzverfahren läuft aber immer noch. / Foto: SolarWorld

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SolarWorld: Ex-Chefs sollen für 731 Millionen Euro haften

Der Insolvenzverwalter des Bonner Pleiteunternehmens SolarWorld möchte von der ehemaligen Konzernleitung mehrere hundert Millionen Euro erstattet bekommen.

Der Fall wird derzeit vor dem Bonner Landgericht verhandelt. Der Insolvenzverwalter Horst Piepenburg wirft der einstigen SolarWorld-Führung um Firmenchef Frank Asbeck Insolvenzverschleppung vor. Laut Piepenburg war SolarWorld bereits Mitte 2016 zahlungsunfähig und nicht erst fast ein Jahr später. Für alle in diesem Zeitraum geleisteten Zahlungen will Piepenburg die damaligen fünf Vorstände haftbar machen. Insgesamt geht es um 731 Millionen Euro, von denen allerdings ein beträchtlicher Teil nach der Insolvenzanmeldung noch als werthaltige Waren vorhanden war.

Die Beklagten bestreiten die Vorwürfe und verweisen darauf, dass die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PWC noch im Februar 2017 ein Gutachten erstellt habe, das eine positive Fortführungsprognose von SolarWorld bestätigte. Die Gerichtsverhandlung in Bonn soll am 23. Februar fortgesetzt werden.

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