In den USA steigen die Zinsen. Die Aktienmärkte belastet dies bislang nicht. / Foto: Pixabay

  Nachhaltige Aktien, Anleihen / AIF

US-Leitzins steigt um 0,75 % – was heißt das für Aktien und Anleihen?

Die US-Notenbank Federal Reserve hat ihren Leitzins am gestrigen Mittwoch so stark angehoben wie seit 1994 nicht mehr. Wie reagieren die Finanzmärkte?

Weil die Inflationsrate in den USA seit Jahresanfang extrem gestiegen ist – im Mai lag sie bei 8,6 Prozent –, hat die Fed den Leitzins im März um 0,25 Prozent und Anfang Mai um 0,5 Prozent erhöht. Jetzt hebt die Notenbank den Leitzins um weitere 0,75 Prozent auf die neue Spanne von 1,50 bis 1,75 Prozent an. Gleichzeitig senkt die Fed ihre Prognose für das diesjährige Wachstum des US-Bruttoinlandsprodukts von 2,8 auf 1,7 Prozent.

An der Börse war der neuerliche Zinsanstieg bereits erwartet worden. Deshalb kam es gestern an US-Handelsplätzen nicht zu Kurseinbrüchen, obwohl sich höhere Zinsen tendenziell negativ auf die Wertentwicklung von Aktien auswirken, weil zinsgebundene Anlageformen attraktiver werden. Der US-Großwerteindex S&P 500 schloss gestern mit einem Plus von 1,4 Prozent, der Technologiewerteindex Nasdaq legte sogar 2,5 Prozent zu. Die Zinsanpassungen sind offenbar bereits in die Aktienkurse eingepreist.

Letzte Woche hatte auch die Europäische Zentralbank eine Anhebung ihres Leitzinses angekündigt, allerdings nur von 0,0 auf 0,25 Prozent. ECOreporter hatte hier darüber berichtet. In dem Artikel erfahren Sie auch, was höhere Leitzinsen für Investments in Anleihen bedeuten.

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