Bei Vestas gab es zuletzt Verzögerungen bei einem Offshore-Windprojekt. / Foto: Vestas

  Aktien-Favoriten

Vestas bleibt in der Verlustzone, Aktie zeigt sich stabil

Der dänische Windradbauer Vestas musste im zweiten Quartal 2022 einen Umsatzrückgang zum Vorjahr hinnehmen und schrieb erneut rote Zahlen. Positiv entwickelte sich der Auftragsbestand des ECOreporter-Aktien-Favoriten.

Vestas setzte von April bis Juni 3,3 Milliarden Euro um. Das sind 7 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Das Unternehmen führt den Rückgang vor allem auf Verzögerungen bei einem Offshore-Windprojekt zurück. Der Verlust vor Zinsen und Steuern (EBIT) lag ohne Berücksichtigung von Sondereffekten bei 182 Millionen Euro. Im ersten Quartal 2022 hatte Vestas einen EBIT-Verlust von 329 Millionen Euro eingefahren. Die EBIT-Marge verbesserte sich von minus 13,2 Prozent auf minus 5,5 Prozent.

Laut Konzernchef Henrik Andersen stieg der durchschnittliche Verkaufspreis für Onshore-Windturbinen um 22 Prozent zum Vorjahr auf 0,96 Millionen Euro je Megawatt Leistungskapazität. Wegen langfristiger Lieferverträge können Windradbauer auch bei deutlich höheren Kosten ihre Preise nur mit Verzögerung anheben. Stark gestiegene Ausgaben für Material und Logistik belasten die Geschäfte von Vestas bereits seit mehreren Quartalen.

Der Auftragsbestand des Konzerns stieg im zweiten Quartal um 2,1 Milliarden Euro zum Vorjahr auf 50,2 Milliarden Euro. Davon entfallen 31,3 Milliarden Euro auf das gut planbare Service-Geschäft, das derzeit höhere Margen abwirft als der Verkauf von Windrädern.

Die neuen Zahlen liegen im erwarteten Rahmen, nachdem Vestas bereits im Mai seine Jahresprognose gesenkt hatte (mehr dazu können Sie hier lesen). Die Aktie notiert aktuell im Tradegate-Handel 1 Prozent im Minus zum Vortag bei 24,33 Euro (Stand 10.8.2022, 8:06 Uhr).

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