Vestas senkt wegen Belastungen in Folge der Pandemie seine Jahresprognose. / Foto: Vestas

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Vestas senkt Ausblick für 2021 – Lieferengpässe und Kosten belasten

Der dänische Windturbinenbauer Vestas hat seinen Ausblick für das Jahr 2021 gesenkt, nachdem die eigenen Prognosen für den Betriebsgewinn im zweiten Quartal verfehlt wurden. Das teilte das Unternehmen am heutigen Mittwoch mit. Grund sollen vor allem Störungen in der Lieferkette und höhere Kosten sein.

Die Nachfrage nach Windturbinen sei zwar nach wie vor groß, erklärte Vestas. Die Geschäfte seien aber durch Einschränkungen auf dem Frachtmarkt beeinträchtigt worden, wo die Corona-Pandemie dazu geführt habe, dass die globalen Lieferketten an ihre Grenzen stießen.

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Der Konzern meldete einen Betriebsgewinn vor Sonderposten von 101 Millionen Euro, während Analysten im Durchschnitt 170 Millionen Euro erwartet hatten, wie eine von Vestas durchgeführte Umfrage unter Analysten ergab.

Vestas erwartet nun für das Gesamtjahr einen Umsatz von 15,5 bis 16,5 Milliarden Euro, nachdem zuvor 16 bis 17 Milliarden Euro prognostiziert worden waren. Auch die Erwartungen für die operative Gewinnmarge wurden von zuvor 6 bis 8 Prozent auf 5 bis 7 Prozent gesenkt – weit entfernt vom langfristigen Ziel einer Marge von 10 Prozent.

Weiter stärker als die Konkurrenz

Die Marge liegt jedoch immer noch deutlich über der des Hauptkonkurrenten Siemens Gamesa. Dieser meldete für das zweite Quartal eine negative Marge von 5,6 Prozent und senkte im vergangenen Monat seine Prognose für das Jahr – bestenfalls erwartet der Konzern noch eine schwarze Null.

Im Tradegate-Handel ist die Vestas-Aktie in Folge der Mitteilung aktuell 4,5 Prozent zum Vortag im Minus und kostet 31,76 Euro (Stand: 11.8.2021, 9:10 Uhr). Auf Monatssicht ist die Aktie 1,1 Prozent im Plus, im Jahresvergleich hat sie 44,8 Prozent gewonnen.

Die Aussichten von Vestas bleiben trotz der aktuellen Schwierigkeiten gut – wie der Vergleich mit Siemens Gamesa zeigt, meistert Vestas die derzeitigen Herausforderungen der Branche auch besser als die Konkurrenz. Daher können nachhaltige Anlegerinnen und Anleger die jetzt wieder eingeleiteten Kursrücksetzer als Chance sehen, dass die Aktie wieder ein für einen Neueinstieg attraktives Niveau erreicht: Mit einem erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) für 2021 von 41 ist sie aktuell noch teuer. Ein moderates Niveau für einen Einstieg sieht ECOreporter bei einem aussichtsreichen Unternehmen wie Vestas bei einem KGV von 30 erreicht. Das entspräche einem Kurs von etwa 25 Euro.

Vestas ist eine ECOreporter-Favoriten-Aktie der Kategorie Nachhaltige Mittelklasse. Ein Unternehmensporträt finden Sie hier.

Vestas Wind Systems A/S: ISIN: DK0061539921 / WKN: A3CMNS

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