Vestas will die Türme seiner Windräder in Nordamerika künftig nicht mehr selbst fertigen. / Foto: Unternehmen

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Vestas verkauft Turmfabrik in den USA – Lieferkette soll optimiert werden

Der dänische Windturbinenbauer Vestas verkauft seine Fabrik für Windtürme in den USA an einen Konkurrenten – und will als künftiger Kunde davon profitieren. Der Konzern meldete in dieser Woche außerdem mehrere neue Aufträge.

Die Fabrik mit Sitz im US-Bundesstaat Colorado geht an die koreanische CS Wind Corp., ein Kaufvertrag in ungenannter Höhe wurde bereits unterzeichnet. Der Verkauf ist Teil von Vestas' Strategie, seine Lieferkette zu optimieren.

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Ziel der Vereinbarung ist es demnach, die Fabrik von einem auf die Turmfertigung spezialisierten Unternehmen betreiben zu lassen und dadurch eine Steigerung des Volumens sowie die nachhaltige Schaffung von Arbeitsplätzen vor Ort zu ermöglichen, teilte Vestas mit. Als Teil der Transaktion wird sich Vestas ein vereinbartes Volumen der Produktion der Turmfabrik sichern, um seine Versorgung in Nordamerika zu gewährleisten.

Das Werk in Pueblo wurde 2009 als weltweit größte Turmfertigung gegründet und beschäftigt heute mehr als 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die jährlich über 3.000 Turmsegmente herstellen. CS Wind will im Rahmen einer Mehrmarkenstrategie das Angebot der Fertigung von Türmen nun auch auf andere Windturbinenhersteller ausdehnen.

Aufträge aus Polen und Indien

Vestas sicherte sich unterdessen neue Aufträge: In Indien liefert der Konzern Turbinen mit einer Gesamtleistung von 101 Megawatt (MW) für einen Windpark des indischen Stromerzeugers ReNew Power. Aus Polen kommt eine Order über 20 Turbinen mit einer Leistung von je 2 MW für fünf Windprojekte.

Die Vestas-Aktie ist im Xetra-Handel aktuell 0,9 Prozent im Plus zum Vortag und kostet 28,85 Euro (Stand: 11.6.2021). Auf Monatssicht ist die Aktie 10,2 Prozent im Minus, im Jahresvergleich hat sie 52,2 Prozent an Wert gewonnen.

Die Vestas-Aktie befindet sich seit Januar in einer Korrekturphase und schwankt dabei immer wieder deutlich, langfristig sind die Aussichten des Unternehmens aber gut. Auf fünf Jahre gesehen hat der Kurs rund 137 Prozent zugelegt. 

Eine aktuelle Studie der Messe Hamburg betont zudem die optimistische Stimmung in der Windbranche. ECOreporter sieht bei Vestas mehr Potenzial als bei Mitbewerbern wie Nordex und Siemens Gamesa, von dieser positiven Stimmung auch tatsächlich zu profitieren. 

Einziger Wermutstropfen: Mit einem erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 38 für 2021 ist die Vestas-Aktie schon wieder etwas zu teuer für einen Neueinstieg. Anlegerinnen und Anleger sollten auf erneute Rücksetzer warten, Einstiegsmöglichkeiten können sich bei einem erwarteten KGV von etwa 30 ergeben. Dies entspräche einem Kurs von um die 23 Euro.

Lesen Sie auch: Die besten Windaktien - wo sich jetzt der Einstieg lohnt.

Vestas ist eine ECOreporter-Favoriten-Aktie der Kategorie Nachhaltige Mittelklasse. Ein Unternehmensporträt finden Sie hier.

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Vestas Wind Systems A/S: 

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