Wärmepumpen sollen in den nächsten Jahren Öl- und Gasheizungen ersetzen. Aber sind die Anlagen auch ein aussichtsreiches Investment-Thema? / Foto: Pixabay

  Aktientipps, Nachhaltige Aktien

Welche Wärmepumpen-Aktien profitieren von der Energiewende?

Die Wärmepumpe soll der neue, klimafreundliche Standard beim Beheizen von Gebäuden werden. Die Aussichten der Hersteller sind glänzend. Aber können davon auch nachhaltige Anlegerinnen und Anleger profitieren? ECOreporter hat sich vier Wärmepumpen-Aktien genauer angesehen. Die erfolgreichste liegt auf fünf Jahre gesehen 400 Prozent im Plus.

Auf dem deutschen Wärmepumpen-Gipfel am 29. Juni haben Wirtschaftsminister Robert Habeck und große Branchenunternehmen ein ehrgeiziges Ziel ausgegeben: Ab 2024 sollen in Deutschland jährlich mindestens 500.000 neue Wärmepumpen installiert werden. 2021 waren es nach Angaben des Bundesverbands Wärmepumpe 154.000. Im ersten Halbjahr 2022 legten die Auslieferungen um 25 Prozent zum Vorjahr zu.

Andere Länder planen ebenfalls, den Wärmepumpen-Anteil an der Energieversorgung deutlich zu steigern – auch um unabhängiger von russischem Öl und Gas zu werden. Das Research-Unternehmen Markets And Markets erwartet, dass der weltweite Wärmepumpenmarkt von aktuell 53 Milliarden US-Dollar Jahresumsatz auf mehr als 83 Milliarden Dollar im Jahr 2026 wachsen wird.

"Versorgungslage ziemlich chaotisch"

Wärmepumpen sind derzeit die effizienteste Technologie, um Gebäude ohne fossile Energien zu beheizen. Die Pumpen gewinnen Wärme aus der Luft, aus Wasser oder aus dem Erdreich. Betrieben werden sie mit Strom – der lässt sich klimaschonend erzeugen, etwa mit einer Solaranlage auf dem Dach.

Die Industrie geht davon aus, die steigende Nachfrage mittelfristig bedienen zu können. Aktuell gibt es wegen Lieferengpässen aber einige Probleme. „Bei Rohstoffen und Komponenten ist die Versorgungslage weiterhin ziemlich chaotisch“, sagt Gerteric Lindquist, Chef des schwedischen Wärmepumpen-Herstellers Nibe. Vor allem an Halbleitern, Arbeitskräften und Frachtkapazitäten mangelt es.

Die Folge: Die Hersteller liefern aktuell weniger aus, als sie eigentlich könnten, und die Gewinnmargen stagnieren oder sinken trotz steigender Umsätze. Für das zweite Halbjahr 2022 rechnen einige Unternehmen mit besseren Margen – allerdings vor allem wegen Preiserhöhungen. Heißt für Kundinnen und Kunden: Wärmepumpen dürften im weiteren Jahresverlauf noch teurer werden.

Keine börsennotierten Spezialisten

Wer Aktien von Wärmepumpen-Unternehmen hält, könnte von dieser Entwicklung profitieren. Aber: Nach ECOreporter-Recherchen gibt es keine börsennotierten Unternehmen, die sich ganz auf Wärmepumpen konzentrieren. Viele Anlagen werden von großen Mischkonzernen wie Panasonic oder Mitsubishi Electric hergestellt – oder von nicht an der Börse vertretenen Firmen, etwa Vaillant, Stiebel Eltron, Buderus und Viessmann.

Am interessantesten für Investoren sind Aktiengesellschaften, die einen hohen Wärmepumpen-Anteil haben und ansonsten verwandte Produkte wie Klimaanlagen anbieten. ECOreporter stellt im Folgenden vier dieser Unternehmen vor und sagt Ihnen, wo sich derzeit Einstiegschancen bieten.

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