Vestas bleibt einer der gefragtesten Windradbauer in Deutschland. / Foto: Vestas

  Nachhaltige Aktien

Wie sind Vestas und Nordex auf dem deutschen Windmarkt positioniert?

2021 gingen in Deutschland rund 500 neue Windkraftanlagen mit einer Leistung von zusammen rund 2.000 Megawatt (MW) ans Netz. Welche Anlagenhersteller dominierten? Bei den weiteren rund 1.700 Windkraftanlagen, die genehmigt, aber noch nicht errichtet sind, zeigen sich Marktverschiebungen.

Die FA Wind hat die Ausbausituation der Windenergie an Land in Deutschland im Jahr 2021 analysiert. Ausgewertet wurden die windenergiespezifischen Daten im Marktstammdatenregister für den Zeitraum Januar bis Dezember 2021. Die FA Wind ist die Fachagentur zur Förderung eines natur- und umweltverträglichen Ausbaus der Windenergie an Land e.V. aus Berlin.

Vestas verliert Platz eins

Aus der Analyse der FA Wind wird deutlich, dass der Markt für Windenergieanlagen in Deutschland von wenigen Herstellern dominiert wird: Enercon, Nordex und Vestas lieferten 80 Prozent aller Neuanlagen, die 2021 in Deutschland in Betrieb gingen. 2021 musste laut FA Wind Vestas seine 2019 erklommene Spitzenposition wieder an Enercon abtreten. Die niedersächsische Enercon erreichte demnach 2021 einen Marktanteil von knapp 35 Prozent, bezogen auf die neu installierte Windenergieleistung. Der dänische Konzern Vestas liegt mit 31 Prozent dicht dahinter an zweiter Stelle.

Der drittplatzierte Hersteller Nordex konnte gemäß der FA Wind-Auswertung seine Marktposition mit rund 15 Prozent behaupten. General Electric (GE Wind Energy) verbesserte seinen Marktanteil und kam im vergangenen Jahr auf rund 13 Prozent. Dahinter folgt Siemens Gamesa mit leicht verbesserten rund 5 Prozent Marktanteil.

Vestas und Nordex bei den genehmigten Anlagentypen vorne

Die nach Angaben der FA Wind rund 1.700 genehmigten Windenergieanlagen (WEA), für die bis Ende Januar 2022 noch keine Inbetriebnahme registriert wurde, verteilen sich auf rund 50 Anlagentypen. Laut der Auswertung führt die N149 von Nordex (231 WEA) das Ranking vor der Vestas V150 an, von der 217 Anlagen im vergangenen Jahr eine Bauzulassung erhielten. An dritter Stelle steht das Enercon-Modell E-138 (152 WEA), gefolgt von der Vestas V162 (127 WEA) und der E-115 von Enercon mit 113 genehmigten Windenergieanlagen. Fast die Hälfte der genehmigten Windturbinen gehören zu einem dieser fünf Anlagentypen.

Auch bezogen auf das Kalenderjahr 2021 waren laut FA Wind die am häufigsten genehmigten Anlagenmodelle die N149 von Nordex (111 WEA) und von Vestas die V150 (110 WEA).

Hohe Marktanteile und Auftragsvolumina – in Deutschland und in anderen Märkten – bedeuten aber nicht zwingend, dass sich die Anlagenhersteller wirtschaftlich positiv entwickeln und ihre Aktienkurse steigen. Welche Aktien aus dem Windsektor ECOreporter als aussichtsreich einschätzt, lesen Sie in unserem Branchenüberblick Die besten Windaktien – wo sich jetzt der Einstieg lohnt.

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