Windwärts hatte in den Jahren vor der Insolvenz knapp 19 Millionen Euro Anlegerkapital über Genussrechte eingesammelt. / Foto: Unternehmen

  Anleihen / AIF, Wachhund

Windwärts-Genussrechte: Immer noch keine Rückzahlungen an Anleger

2014 meldete die Windwärts Energie GmbH Insolvenz an. Gläubiger des Windkraft-Unternehmens aus Hannover warten bis heute auf die Rückzahlung ihrer Genussrechte. ECOreporter hat sich beim Insolvenzverwalter Volker Römermann nach dem Stand der Dinge erkundigt.

Römermann hatte 2019 im ECOreporter-Interview gesagt, Gläubiger sollten mit Rückzahlungen in noch unbekannter Höhe im Jahr 2021 rechnen. Bislang ist aber noch kein Geld geflossen.

Der Insolvenzverwalter teilt dazu auf Anfrage der Redaktion mit, er habe seine Schlussrechnung für das Insolvenzverfahren wie geplant Anfang 2021 beim zuständigen Gericht eingereicht. Dieses habe eine externe Schlussrechnungsprüfung angeordnet, die acht Monate in Anspruch genommen habe. Seit dem positiven Bescheid des Prüfers liege die Schlussrechnung wieder beim Gericht, das jetzt den Schlusstermin für das Insolvenzverfahren festlegen müsse. Erst danach könnten Zahlungen erfolgen.

Windwärts war Ende 2013 in wirtschaftliche Schieflage geraten und hatte im März 2014 Insolvenz beantragt. Das Unternehmen hatte zwischen 2006 und 2013 vier Genussrechte auf den Markt gebracht. 1.600 Anlegerinnen und Anleger hatten insgesamt 18,9 Millionen Euro darin investiert.

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