Steht McDonald's für eine nachhaltigere Zukunft der Lebensmittelindustrie? / Foto: Pixabay

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ETF-Test: Mit Ossiam in nachhaltige Lebensmittel investieren?

Ein ETF, der aktiv Unternehmen auswählt und nicht einfach nur passiv einem Index folgt – der Ossiam Food for Biodiversity ETF ist erst der zweite seiner Art, den ECOreporter testet. Auf die Fahnen geschrieben hat er sich Investitionen in große, mittlere und kleine Unternehmen der Lebensmittelwirtschaft, die im Einklang mit dem Ziel stehen, die Artenvielfalt des Planeten zu erhalten. ECOreporter hat geprüft, auf welche Aktien der ETF dafür setzt – und dabei nicht schlecht gestaunt.

Anbieter des ETFs ist Ossiam, eine Tochter des französischen Vermögensverwalters Natixis Investment Managers. Alle Ossiam-Fonds beachten nach eigenen Angaben Nachhaltigkeitskriterien unterschiedlicher Strenge.

Finanzen/Risiko

Der ETF startete im 30. Dezember 2020. Da er keine drei Jahre am Markt ist, erhält er von ECOreporter keine Finanznote.

Hier finden Sie den aktuellen Kurs des ETFs bei ECOreporter und Details zur Wertentwicklung

Die Jahresgebühren sind mit 0,75 Prozent höher als bei anderen ETFs.

Nachhaltigkeitskonzept

Anders als die überwiegende Mehrheit der ETFs bildet der Ossiam Food for Biodiversity nicht passiv einen Index nach. Stattdessen wählt ein Team aktiv Unternehmen aus, in die er investiert. ECOreporter hat mit dem Invesco Quantitative Strategies ESG Global Equity Multi-Factor ETF erst einen weiteren ETF getestet, bei dem dies der Fall ist.

In der Praxis ist dieses aktive Management allerdings hauptsächlich ein sehr schwaches Best-in-Class-Verfahren. Für die Zusammenstellung seines Aktienpakets wählt der ETF zunächst aus den 250 Unternehmen eines weltweit orientierten Index des Frankfurter Indexanbieters Solactive die 80 Prozent mit den „besten“ ESG-Noten aus, die im „erweiterten Lebensmittelsektor“ aktiv sind. Anschließend kommt eine Reihe von Ausschlusskriterien zur Anwendung. Dem ETF ist es erlaubt, in maximal 70 Unternehmen zu investieren, aktuell sind es 66.

ESG steht für die Kategorien Ökologie (E wie Environment), Soziales (S wie Social) und verantwortungsvolle Unternehmensführung (G wie Governance) – es gibt aber keine verbindlich definierten Kriterien, um eine ESG-Performance objektiv zu beurteilen. Die Bewertung der Aktien stammt in diesem Fall vom französischen Daten-Dienstleister Iceberg DataLab.

Ausschlusskriterien

Ausgeschlossen sind Unternehmen, die gegen den UN Global Compact verstoßen, eine zu hohe Risikoeinschätzung durch Iceberg erhalten oder auf der Ausschlussliste des norwegischen Staatsfonds stehen.

Auffällig ist dabei: Kein Ausschlusskriterium ist speziell auf das Thema Lebensmittelindustrie und Biodiversität ausgerichtet. So gibt es etwa keine Auflagen für Massentierhaltung, Gentechnik oder Pestizide.

Wie nachhaltig ist dieser ETF?

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