Shoppingcenter der Deutsche EuroShop in Magdeburg: Konzerne, die Einkaufzentren betreiben, sind seit Ausbruch der Corona-Krise von möglichen Mietausfällen bedroht. / Foto: Unternehmen

  Aktientipps, Nachhaltige Aktien, Aktien-Favoriten

Nachhaltige Immobilienaktien: Ist Beton-Gold nicht Corona-sicher?

Viele Immobilien-Aktien haben seit Ausbruch der Corona-Pandemie stark an Wert verloren. ECOreporter hat sieben Aktiengesellschaften unter die Lupe genommen, die nachhaltige Immobilien bauen oder betreiben. Dabei geht es um Baukonzerne, Krankenhaus- und Pflegeheimbetreiber. Wo lohnt sich aktuell der Einstieg? Welche Aktien sollten Sie lieber links liegen lassen?

JM AB: Immobilien mit Nachhaltigkeitslabel

Der schwedische Konzern JM errichtet seit 70 Jahren Wohn- und Gewerbeimmobilien. Der Schwerpunkt liegt auf Mehrfamilienhäusern in Ballungszentren und Universitätsstädten in Schweden, Norwegen und Finnland.

Das Unternehmen lässt seit 2018 als erster skandinavischer Baukonzern alle seine Wohngebäude nach dem nachhaltigen Nordic Swan Ecolabel zertifizieren und installiert auf größeren Gebäudekomplexen Solaranlagen.

Die Geschäfte laufen bislang in 2020 trotz der Corona-Pandemie stabil: Im ersten Halbjahr ging der Umsatz von umgerechnet 726,3 Millionen Euro im Vorjahr auf 713,3 Millionen Euro zurück. Der Gewinn stieg von 58,6 auf 60,1 Millionen Euro. Auch 2019 hatte JM bei leicht gesunkenem Umsatz mehr Gewinn erzielt.

Als Vorsichtsmaßnahme aufgrund der Corona-Krise hat das Management die Dividendenauszahlung Ende März um die Hälfte gekürzt. Ende des Jahres möchte JM die geplante Dividende von 1,15 Euro in voller Höhe an die Aktionäre auszahlen. Dann läge die Dividendenrendite auf Grundlage des aktuellen Kurses bei attraktiven 4,2 Prozent (Stand 8.10.2020).

Als einzige von ECOreporter untersuchte nachhaltige Immobilienaktie liegt JM im Jahresvergleich im Plus (siehe Tabelle im Premium-Bereich). Auch auf Sicht von fünf Jahren hat die Aktie an Wert gewonnen.

Mit einem erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) für 2020 von 15 ist die JM-Aktie nach wie vor nicht zu hoch bewertet. Die Länder, in denen JM aktiv ist, sind auch von der Corona-Pandemie betroffen – bislang aber weniger stark als viele andere Regionen. Anlegerinnen und Anleger können mit einer kleinen Position einsteigen, sollten aber in der Lage sein, zwischenzeitliche Kursverluste auszusitzen.

Die weiteren wichtigen Informationen lesen Sie als ECOreporter-Premium-Leser/-in. Einloggen oder Premium-Leser/-in werden.

...

Verwandte Artikel

21.04.21
 >
24.03.21
 >
11.03.21
 >
11.02.21
 >
Aktuell, seriös und kostenlos: Der ECOreporter-Newsletter. Seit 1999.
Nach oben scrollen
ECOreporter Journalistenpreise
Anmelden
x