Solaranlagen von Jinko Solar in China. Vor allem politische Pläne aus Peking und den USA haben die Kurse von Solaraktien in den letzten Monaten beflügelt. / Foto: Jinko Solar

  Aktientipps, Nachhaltige Aktien, Erneuerbare Energie, Aktien-Favoriten

Langfristig mehr als 7.000 Prozent im Plus - das sind die besten Solaraktien

Es gibt sie: Aktien, die vom Ausbau der Solarenergie profitieren und trotz Corona-Krise ihren Wert gesteigert und sogar vervielfacht haben. ECOreporter liefert Ihnen einen Überblick über die besten Aktien aus der Solarbranche. Erfahren Sie, wo sich jetzt der Einstieg noch lohnt - und von welchen Aktien Sie lieber die Finger lassen sollten.

Bis 2024 sollen laut Prognosen der Internationalen Energieagentur (IEA) jährlich neue Solaranlagen mit einer Stromerzeugungskapazität von mehr als 180 Gigawatt (GW) ans Netz gehen. 2019 waren es gerade einmal 136 GW. Aktuell leidet der Solarkraftausbau zwar unter der Corona-Pandemie – aber langfristig sollte das Virus den Ausbau der klimafreundlichen Solarenergie nicht stoppen.

Diese Aktien betrachtet ECOreporter im Folgenden ausführlicher:

  • 7C Solarparken
  • Canadian Solar
  • Enphase Energy
  • GCL Poly Energy
  • Jinko Solar
  • Manz
  • Meyer Burger
  • PVA TePla
  • ReneSola
  • Scatec Solar
  • SMA Solar
  • Solar Edge
  • SunPower
  • Sunrun

Die beste von ECOreporter beobachtete Solaraktie liegt auf Sicht von einem Jahr mehr als 1.000 Prozent im Plus (Stand: 18.02.2021, 21:00 Uhr). Die beste Solaraktie auf Fünf-Jahres-Sicht schaffte sogar einen Kurszuwachs von mehr als 7.000 Prozent. Zuletzt trieb auch die Politik die Kurse: Im Laufe des Jahres 2020 wurden bereits die Hoffnungen auf einen – letztlich tatsächlich eingetretenen – Sieg Joe Bidens bei der Präsidentschaftswahl in den USA mit eingepreist. Im Januar 2021 sorgte der überraschende Erfolg der Demokraten bei den Senatsstichwahlen im US-Bundesstaat Georgia zusätzlich für einen Run auf Solaraktien. Das heißt aber auch: Viele Kurse sind derzeit überhitzt.

Von Modulherstellern bis zu Maschinenbauern

Zur Solarbranche zählen vier Bereiche: die Hersteller der schwarzblauen Solarmodule, die Wechselrichterproduzenten, die Solaranlagen-Projektierer und -betreiber sowie die Maschinenbauer, die im wesentlichen die Fertigungsanlagen für die ersten beiden Gruppen herstellen.

ECOreporter betrachtet bei den Solaraktien nur die Unternehmen, die sich auf den Solarbereich konzentrieren. Natürlich gibt es auch Mischkonzerne, die Solarzellen oder Wechselrichter liefern, aber eben auch Waschmaschinen und vieles andere. Sie sind hier bei den Solaraktien nicht aufgeführt.

Modulhersteller: Große Chancen, große Risiken

Modulhersteller produzieren aus Solarzellen die Solarmodule, die man heute auf vielen Dächern sieht. Deutschland war in diesem Bereich noch 2010 Weltmarktführer, es gab hier mehr Arbeitsplätze als in der Kohlebranche. Doch während sich die Kohlekraftwerke immer noch dank politischer Unterstützung und aggressiver Lobbyarbeit halten, gibt es heute in der Bundesrepublik keine nennenswerte Modulproduktion mehr. Deutschland importiert aus Asien.

Canadian Solar stellt Module her und entwickelt Solarparks. Das macht den Konzern weniger abhängig von der Preisentwicklung für Solarmodule. Die Aktie des kanadisch-chinesischen Unternehmens hat ihren Wert in den letzten zwölf Monaten mehr als verdoppelt, in dieser Woche meldete das Unternehmen die Auflage eines Fonds zur Finanzierung von neuen Solarprojekten in Japan sowie den erfolgreichen Verkauf mehrerer Solarparks weltweit.

Auch langfristig ist die Aktie deutlich im Plus, die Zukunftsaussichten scheinen solide. Allerdings zeigte sich die Aktie in den vergangenen Jahren schwankungsanfällig auf kräftige Kurssprünge folgten ebenso deutliche Abstürze. Mit einem erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 27 für das Geschäftsjahr 2020 ist die Aktie außerdem kein Schnäppchen mehr. Aus Sicht von ECOreporter ein Investment nur für risikobereite Anlegerinnen und Anleger mit langem Investmenthorizont.

Die Aktie des weltgrößten Solarmodulherstellers Jinko Solar schoss im September des vergangenen Jahres nach der Präsentation sehr guter Quartalszahlen nach oben. Seitdem bewegt sie sich auf hohem Niveau im Wesentlichen seitwärts. Zwar hat die Aktie auf Sicht von zwölf Monaten 111 Prozent an Wert gewonnen. Weitere Ausbruchversuche nach oben scheiterten zuletzt aber. Auch Nachrichten zu ambitionierteren Zielen Chinas beim Ausbau erneuerbarer Energien in dieser Woche konnten der Aktie keinen entscheidenden Impuls verleihen. Zudem schwankt der Jinko Solar-Kurs weiterhin stark, die Aktie bleibt ein risikoreiches Investment.

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