Viele Solaraktien haben auf Jahressicht enorme Wertgewinne verzeichnet. Wo lohnt sich aktuell noch der Einstieg? / Foto: Canadian Solar

  Aktientipps, Nachhaltige Aktien, Erneuerbare Energie, Aktien-Favoriten

Langfristig fast 9.000 % im Plus - das sind die besten Solaraktien

Es gibt sie: Aktien, die vom Ausbau der Solarenergie profitieren und trotz Corona-Krise ihren Wert gesteigert und sogar vervielfacht haben. ECOreporter liefert Ihnen einen Überblick über die besten Aktien aus der Solarbranche. Erfahren Sie, wo sich jetzt der Einstieg noch lohnt - und von welchen Aktien Sie lieber die Finger lassen sollten.

2020 sind laut Analysen der Internationalen Energieagentur (IEA) neue Solaranlagen mit einer Stromerzeugungskapazität von 107 Gigawatt ans Netz gegangen, ein leichter coronabedingter Rückgang gegenüber 2019 mit 109 Gigawatt. Langfristig wird das Virus den Ausbau der klimafreundlichen Solarenergie aber nicht stoppen können: Ab 2023 erwartet die IEA jährliche Kapazitätszuwächse von rund 165 Gigawatt.

Diese Aktien betrachtet ECOreporter im Folgenden ausführlicher:

  • 7C Solarparken
  • Canadian Solar
  • Centrotherm
  • Encavis
  • Enphase Energy
  • GCL Poly Energy
  • Jinko Solar
  • Manz
  • Meyer Burger
  • Photon Energy
  • PVA TePla
  • ReneSola
  • SMA Solar
  • Solar Edge
  • SunPower
  • Sunrun
  • TubeSolar

Nachdem auch die Wahlergebnisse in den USA im vergangenen Jahr und Anfang 2021 die Kurse von Solaraktien auf neue Rekordhöhen getrieben hatten, begann etwa ab Februar eine lange Korrekturphase in der Branche. Vor allem Profi-Investoren realisierten Buchgewinne und schichteten Portfolios auf der Suche nach günstigeren neuen Investments um. Es folgte bei vielen Titeln eine Erholungsphase insbesondere im Juni und Juli des Jahres – und daran anschließend erneute Gewinnmitnahmen.

Das liegt auch an teils durchwachsenen Halbjahresberichten: Hohe Rohstoffkosten, belastete Lieferketten und Projektverzögerungen in China belasten in der Coronakrise manches Unternehmen. Auch sind Aktien durch ihre schnellen Zugewinne für die sogenannten Shortseller oder Leerverkäufer interessant geworden, die auf sinkende Kurse wetten. ECOreporter hatte zuletzt hier vor Attacken der Spekulanten gewarnt. Kurzfristig sind deshalb viele Kurse im Minus.

Doch nachhaltige Anlegerinnen und Anleger sollten sich nicht täuschen lassen und auf die langfristige Entwicklung achten: Selbst auf Jahressicht sind viele Aktie immer noch dreistellig im Plus. Auf fünf Jahre gesehen liegt der höchste Wertgewinn einer beobachteten Aktie bei fast 9.000 Prozent. Der Nachteil: Einige gute Aktien sind schon wieder zu teuer.

Von Modulherstellern bis zu Maschinenbauern

Zur Solarbranche zählen insbesondere fünf Bereiche: die Hersteller des Rohstoffs Polysilizium, der für die Fertigung der schwarzblauen Solarmodule benötigt wird, die Hersteller dieser Module, die Wechselrichterproduzenten, die Solaranlagen-Projektierer und -betreiber sowie die Maschinenbauer, die im wesentlichen Fertigungsanlagen für Module und Wechselrichter herstellen. 

ECOreporter betrachtet bei den Solaraktien nur die Unternehmen, die sich auf den Solarbereich konzentrieren. Natürlich gibt es auch Mischkonzerne, die Solarzellen oder Wechselrichter liefern, aber eben auch Waschmaschinen und vieles andere. Sie sind hier bei den Solaraktien nicht aufgeführt.

Vorwurf der Zwangsarbeit: Chinesische Aktien in der Kritik

Für nachhaltige Anlegerinnen und Anleger wichtig: Aktuelle Studien erheben schwere Vorwürfe insbesondere gegen einige der größten Polysiliziumhersteller der Welt wie etwa die Daqo Group aus China. Diese sollen in Fabriken in der Region Xinjiang von Zwangsarbeit durch die politisch verfolgte Minderheit der Uiguren profitieren. Auch der weltgrößte Modulhersteller, Jinko Solar, soll Zwangsarbeiter zur Fertigung einsetzen. Die Unternehmen weisen die Vorwürfe zurück. Ein genaue Betrachtung des Falls können Sie hier lesen: Zwangsarbeit in China für Solarzellen? Die Hintergründe – und was Wacker Chemie sagt.

Modulhersteller: Große Chancen, große Risiken

Modulhersteller produzieren aus Solarzellen die Solarmodule, die man heute auf vielen Dächern sieht. Deutschland war in diesem Bereich noch 2010 Weltmarktführer, es gab hier mehr Arbeitsplätze als in der Kohlebranche. Doch während sich die Kohlekraftwerke dank politischer Unterstützung und aggressiver Lobbyarbeit noch immer halten, gibt es heute in der Bundesrepublik keine nennenswerte Modulproduktion mehr. Deutschland importiert aus Asien.

Canadian Solar stellt Module her und entwickelt Solarparks. Das macht den kanadisch-chinesischen Konzern weniger abhängig von der Preisentwicklung für Solarmodule, durch das Corona-Jahr 2020 kam Canadian Solar ordentlich (ECOreporter berichtete hier). Im ersten Halbjahr 2021 wurde allerdings deutlich: Der Konzern hat ein Margenproblem. So ist die Aktie mit einem erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) für 2021 von 18 zwar moderat bewertet, bleibt nach Einschätzung von ECOreporter aber ein Investment mit Risiko.

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