Deutliche Rücksetzer bei Solaraktien wie Encavis oder SolarEdge können auch Chancen bieten. / Foto: Canadian Solar

  Aktientipps, Nachhaltige Aktien, Erneuerbare Energie, Aktien-Favoriten

Das sind die besten Solaraktien – wo sich jetzt der Einstieg lohnt

Viele Solaraktien haben ein buchstäblich bewegtes Jahr hinter sich. ECOreporter liefert Ihnen einen Überblick über die Branche. Erfahren Sie, wo sich der Einstieg jetzt noch lohnen kann - und von welchen Aktien Sie lieber die Finger lassen sollten.

Es war ein Auf und Ab im vergangenen Jahr: Auf Rekordstände vieler Kurse zum Jahresstart 2021 folgte eine längere Korrektur- und dann wiederum eine Erholungsphase. Zum Jahresende gerieten zahlreiche Aktien aufgrund von Omikron-Sorgen und schlechter Nachrichten aus der US-Politik erneut unter Druck. Doch diese kurzfristigen Rücksetzer ändern bei zahlreichen Titeln nichts an der langfristig ausgezeichneten Entwicklung und Perspektive – vielmehr eröffnen sie Einstiegschancen.

Einer Analyse der Internationalen Energieagentur (IEA) zufolge sind 2020 (Zahlen für 2021 liegen noch nicht vor) weltweit neue Solaranlagen mit einer Stromerzeugungskapazität von 107 Gigawatt ans Netz gegangen. Ein leichter Rückgang gegenüber 2019 mit 109 Gigawatt, der seinen Grund vor allem in der Coronakrise haben dürfte. Auch das Virus wird den konsequenten Ausbau der klimafreundlichen Solarenergie aber nicht stoppen können: Ab 2023 erwartet die IEA jährliche Kapazitätszuwächse von rund 165 Gigawatt.

Unter anderem diese Aktien betrachtet ECOreporter im Folgenden:

  • 7C Solarparken
  • Canadian Solar
  • Encavis
  • Enphase Energy
  • GCL Poly Energy
  • Jinko Solar
  • Manz
  • Meyer Burger
  • Neoen
  • Photon Energy
  • PVA TePla
  • ReneSola
  • Scatec
  • SMA Solar
  • Solar Edge
  • SunPower
  • Sunrun

Das Jahr 2022 startete gewissermaßen spiegelverkehrt zum Vorjahr: Während Anfang 2021 die Wahlerfolge der Demokraten in den USA Solaraktien enorme Zugewinne bescherten, sorgt die politische Entwicklung dort nun für schlechte Stimmung bei Erneuerbare-Energien-Investoren. Der Grund ist die Blockade des milliardenschweren Infrastrukturpakets von US-Präsident Joe Biden durch einen Senator seiner eigenen Partei, der seine Zustimmung verweigert. Das Gesetz würde auch umfangreiche Investitionen in saubere Energie vorsehen. Ob es nun überhaupt verabschiedet werden kann, ist unklar. Zudem wird die US-Zentralbank in diesem Jahr absehbar den Leitzins anheben.

Anlegerinnen und Anleger sollten bei Kursen aber ohnehin zuallererst auf die langfristige Entwicklung achten: Auf Jahressicht sind mehrere Solaraktien deutlich im Plus – auch wenn der Vergleich für einige eigentlich solide Titel aufgrund der Höchststände im vergangenen Frühjahr ungünstig ausfällt. Noch aussagekräftiger ist daher der Blick auf die Entwicklung in den vergangenen fünf Jahren. Hier liegt der höchste Wertgewinn einer beobachteten Aktie bei mehr als 12.000 Prozent (Kurse siehe Tabelle im Premium-Bereich). Der Vorteil der kurzfristigen Rücksetzer ist, dass sich bei einigen lange teuren Aktien nun der Einstieg wieder lohnen kann.

Von Modulherstellern bis zu Maschinenbauern

Zur Solarbranche zählen insbesondere fünf Bereiche: die Hersteller des Rohstoffs Polysilizium, der für die Fertigung der schwarzblauen Solarmodule benötigt wird, die Hersteller dieser Module, die Wechselrichterproduzenten, die Solaranlagen-Projektierer und -betreiber sowie die Maschinenbauer, die im wesentlichen Fertigungsanlagen für Module und Wechselrichter herstellen.

ECOreporter betrachtet bei den Solaraktien nur die Unternehmen, die sich auf den Solarbereich konzentrieren. Natürlich gibt es auch Mischkonzerne, die Solarzellen oder Wechselrichter liefern, aber eben auch Waschmaschinen und vieles andere. Sie sind hier bei den Solaraktien nicht aufgeführt.

Vorwurf der Zwangsarbeit: Chinesische Aktien in der Kritik

2021 sind schwere Vorwürfe insbesondere gegen einige der größten chinesischen Polysiliziumhersteller laut geworden, beispielsweise gegen die Daqo Group. Sie soll in Fabriken von Zwangsarbeit der politisch verfolgten Minderheit der Uiguren profitieren. Auch der weltgrößte Modulhersteller Jinko Solar aus China soll Zwangsarbeiter einsetzen. Die Unternehmen weisen die Vorwürfe zurück. Ein genaue Betrachtung des Falls können Sie hier lesen: Zwangsarbeit in China für Solarzellen? Die Hintergründe – und was Wacker Chemie sagt.

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